Teilnachlass Joseph Joachim

Bibliothekarische Erschließung
und digitale Präsentation des Teilnachlasses von Joseph Joachim

Nutzungshinweise zur Briefdatenbank

Die Datenbank für die Briefe aus dem Teilnachlass von Joseph Joachim umfasst 1.026 Regesten. Die Briefe sind nach Möglichkeit chronologisch nachgewiesen. Dabei folgt die Ordnung der von Kurt Hofmann nach dem Erwerb der Dokumente für die Sammlung angelegten Chronologie.

Dem Nutzer bietet sich die Möglichkeit, diese Datenbank nach Verfassern, Empfängern, Orten, Zeiträumen oder per Volltextsuche abzufragen und so nach einzelnen Briefen zu recherchieren. »Volltextsuche« meint hier die Abfrage nach Incipits, Objektart, Signaturen etc. Der Zugriff auf die vollständigen Brieftexte wird über eine >> Gesamtdatei der Briefübertragungen (42 MB) möglich. Da es sich um diplomatische Übertragungen handelt, müssen Worttrennungen sowie alte Schreibweisen und Abkürzungen bei der Suche berücksichtigt werden.

Als besonderen Service bietet die Datenbank Übertragungen sämtlicher Briefe von Joachim an seinen Bruder Heinrich und dessen Frau Ellen Joachim in London, die begleitend zu den jeweiligen Digitalisaten zu finden sind. Eine Parallellektüre von Digitalisat und Übertragung wird durch gleichzeitiges Öffnen der Dateien am geteilten Bildschirm möglich. Bei dem vorliegenden Projekt handelt es sich nicht um eine Briefedition, die im Rahmen der Laufzeit nicht zu leisten gewesen wäre, sondern um unkommentierte, diplomatische Übertragungen im PDF-Format. Weiterhin kann eine PDF-Datei mit sämtlichen Briefübertragungen heruntergeladen und deren Inhalt nach Stichworten durchsucht werden.

Jeder Brief ist durch einen Datensatz verzeichnet, der neben dem Schreiber und Empfänger auch den Ort, das Datum sowie das Incipit umfasst. Weiterhin erhält der Nutzer Auskunft über die Objektart (z. B. Brief, Postkarte oder Telegramm)

Teile eines Datensatzes, die nicht von der Hand des Schreibers stammen – meist die Datierung – sind durch eckige Klammern kenntlich gemacht. Konnte eine Datierung ermittelt werden (etwa durch Poststempel, Empfangs- oder Archivnotizen), ist deren Herleitung durch Anmerkungen nachgewiesen. Diese Kommentare sind unter der Rubrik »Anmerkungen« angebracht.

Einzelne Briefe können sowohl über das Datum als auch über das Incipit recherchiert werden, wobei zu beachten ist, das die Incipits grundsätzlich ohne Anrede verzeichnet sind. Bei der Incipit-Recherche empfiehlt es sich, zunächst ein prägnantes Wort oder eine charakteristische Wortgruppe für die Volltextsuche zu verwenden.

Bei der Recherche muss die Schreibweise der Incipits exakt der Orthographie der Quellen entsprechen, um in der Datenbank abgerufen werden zu können. Faulenzerstriche sind aufgelöst. Hier kann freilich nicht auf alle Abweichungen zur heutigen Orthographie eingegangen werden, hilfreich sind aber vielleicht folgende, häufig anzutreffende orthografische Eigenarten, die zu berücksichtigen sind:

  • häufig folgt auf ein ›t‹ ein stummes ›h‹ (z. B. »Mittheilung«, »Theilnahme«, »Es thut mir leid«)
  • anstelle eines ›k‹ oder ›z‹ wird in manchen Wörtern ein ›c‹ verwendet (z. B. »Concert«)
  • auch die Verwendung von ›s‹, bzw. ›ss‹ und ›ß‹ folgt nicht der modernen Rechtschreibung
  • in der Handschrift von Joseph Joachim ist die Schreibweise von ›d‹ und ›D‹ meist schwer zu unterscheiden
  • Titel oder Anreden wie ›Dr‹ oder  ›Prof‹ sind meist ohne Abkürzungspunkt geschrieben
  • Die Orthografie weicht in vielen Fällen von der heute üblichen Form ab, z. B. wird bei Verben häufig auf eine Schreibung mit ›ie‹ verzichtet: ›concertirt‹
  • das Verb ›geben‹ wird in seinen Konjugationen mit ›ie‹ geschrieben: ›giebt‹
  • als Binde- und Trennungsstrich wird meist das Zeichen ›=‹ verwendet
  • auch Ortsnamen können von der heutigen Schreibung abweichen (z. B. »Carlsruhe«, »Cöln« etc.) oder abgekürzt sein
  • Für den Ortszusatz bei der Datumsangabe ist die Schreibweise der modernen Rechtschreibung angeglichen worden. Mögliche detaillierte Ortsangaben, wie Straßennamen oder Namen von Hotels, sind nur über die Volltextsuche zu ermitteln.

In der digitalen Präsentation stehen noch ca. 100 Digitalisate aus. In den kommenden zwei Wochen werden diese eingestellt.

Gelegentlich begegnen in den Übertragungen drei rote XXX. Sie zeigen an, dass es uns nicht möglich gewesen ist, die betreffende Stelle zu entziffern.



Das Projekt wurde
großzügig finanziert von:



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